Gold für Markus

Beim traditionellen Internationalen Deutschland-Pokal in der Freiburger Schauenberghalle, dem ersten großen internationalen Leistungstest in dieser Saison, gewann Markus Lell im Pflichtwettbewerb die Goldmedaille. Mit über 200 Teilnehmern aus 20 Nationen konnte man diese Veranstaltung durchaus wieder als kleine Weltmeisterschaft bezeichnen. Am Start waren amtierende Welt- und Europameister, welche Rollkunstlauf der Spitzenklasse präsentierten. Die hochkarätigen Teilnehmerfelder, darunter Topathleten vor allem aus Südamerika und natürlich die besten aus Italien und Spanien, konnten sich sehen lassen. Auch Rollkunstläufer aus den USA, Israel und Russland standen auf den Starterlisten.

Weltmeister Markus Lell ging gleich nach dem ersten Pflichtbogen, den er perfekt präsentierte, in Führung. Diese gab er auch bei den nachfolgenden drei schwierigen Figuren nicht mehr ab. Ausnahmsweise waren sich die fünf internationalen Juroren einig und vergaben einstimmig Platz eins. Lells Trainerin Klaudia Rieger-Katzmaier: „Natürlich war Markus zu Beginn auch etwas nervös, aber beim Vorlaufen bekam er seine Nervosität sehr schnell in Griff und siegte souverän“. Für seinen stärksten Konkurrenten, den Vize-Weltmeister Luis De Mattia aus Argentinien lief es bereits bei der ersten Figur nicht optimal und er wurde nur Vierter. Ende Juli wird nun der sprungstarke Heilbronner als einziger deutscher Rollkunstläufer bei den World Games in Polen mit seiner schwierigen Kürdarbietung um Punkte und Medaillen kämpfen.

Im Pflichtlaufen der Jugendkategorie kam die 16-jährige Natalie Rothenbächer unter den 23 jungen Sportlerinnen auf einen guten zehnten Platz. Im Kürwettbewerb konnte sie allerdings nicht überzeugen. In der Kombination, die im Gegensatz zur Meisterklasse und den Junioren bei der Jugend noch ausgetragen wird, kam sie vor einer Israelin und einer Schweizerin auf Platz sechs.

Sigrid Seeger-Losch (29.05.2017)
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