Lell wird Weltmeister in der Pflicht

Markus mit seiner Trainerin Klaudia Rieger-Katzmaier
Markus mit seiner Trainerin Klaudia Rieger-Katzmaier
Bei der Rollkunstlauf-Weltmeisterschaft im norditalischen Novara gewann Markus Lell die Goldmedaille und wurde zum zweiten Mal in seiner beeindruckenden Sportkarriere Weltmeister im Pflicht-Wettbewerb, nachdem er im August bereits den Europameistertitel gewonnen hatte.

Es sei bis zum letzten Pflichtbogen eine ganz enge Angelegenheit gewesen, berichtet seine Trainerin Klaudia Rieger-Katzmaier und die Stunden während des Wettkampfes mit den vier Pflichtfiguren hätten natürlich viel Nerven gekostet. Mit 225,4 Punkten ließ Lell seinen ewigen Konkurrenten, den Italiener Marco Santucci mit 222 Punkten hinter sich. Eine besondere Genugtuung war es außerdem für ihn, dass sich der Weltmeister der beiden letzten Jahre, der Argentinier Luis De Mattia mit ebenfalls 222 Punkten nur auf Platz drei platzieren konnte. Dieser hatte ihm sowohl 2014 in Spanien wie auch 2015 in Kolumbien den Weltmeistertitel weggeschnappt. So konnte Lell jetzt seinen großen Erfolg vom Jahr 2013 in Taiwan wiederholen und zum zweiten Mal die Krone bei den Pflichtläufern erringen.

Die Besten in der Welt sind ja inzwischen alles Spezialisten und trainieren nur für eine Disziplin. Markus Lell gehört zu den ganz wenigen Allroundern, die sowohl am Pflicht- wie auch am Kürwettbewerb an den Start gehen. Er wird am Mittwoch zusammen mit 26 Konkurrenten sein Kurzprogramm zeigen Das gesetzte Ziel ist dabei, einen der vorderen Plätze zu erreichen, damit er dann in der Finalgruppe seine Kür präsentieren darf. Mit einem guten Platz kann er sich für die World Games, die Spiele der nichtolympischen Sportarten, qualifizieren, die 2017 in Polen stattfinden.

Sigrid Seeger-Losch (04.10.2016)
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